Kapellmeister

Die Stadtmusik Feldbach kann auf eine Reihe herausragender Kapellmeister zurückblicken:

1848 J. Groß
1892 Georg Groß
1893 Anton Leyfert
1908 Josef Kern
1919 Anton Leyfert
1928 Robert Lobovsky
1974 Eugen Brixel
1996 Rudolf Trummer
2017 Robert Trummer

Robert Trummer, BA (geb. 1988) ist seit 1999 Mitglied der Stadtmusik Feldbach. Seine musikalische Laufbahn begann auf der großen Trommel, danach wechselte er ins Flügelhorn-, später ins Trompetenregister. Durch die Förderung seines Vaters, bei welchem er seit 1998 Trompetenunterricht erhielt, kam er bereits sehr früh in Kontakt mit dem Dirigieren und Komponieren. Seine erste Komposition für Blasorchester mit dem Titel „Gruß an Feldbach“ schrieb er im Alter von 15 Jahren, die Uraufführung erfolgte im Jahr 2004, bei welcher Robert Trummer zum ersten Mal am Dirigentenpult stand. Seither entstanden über 60 Kompositionen für Orchester, Blasorchester, Kammermusik, Klavier und Gesang. Ab 2008 studierte er an der Kunstuniversität Graz Trompete bei Univ.-Prof. Uwe Köller und später Orchesterdirigieren bei Univ.-Prof. Martin Sieghart. 2009 absolvierte er den Lehrgang für Blasorchesterleitung am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium in Graz und übernahm im Jahr 2012 die Leitung des Musikvereins St. Radegund, wo er seither auch neben Graz, Kumberg und Gutenberg a. d. Raabklamm als Musiklehrer tätig ist. Zudem ist er seit 2014 Bezirkskapellmeister-Stellvertreter des Musikbezirkes Graz-Nord. Bei der Stadtmusik Feldbach steht Robert Trummer seit 2007 als zweiter und seit 2017 als erster Kapellmeister am Dirigentenpult.

Dir. Mag. Rudolf Trummer (geb. 1960) ist seit 1972 als erster Flügelhornist, ab 1983 als zweiter Kapellmeister und ab 1996 als Stadtkapellmeister in der Stadtmusik tätig. Noch während des Studiums begann er 1978 seine Laufbahn als Musiklehrer, die er ab 1994 mit der Ernennung zum Direktor der Musikschule der Stadt Feldbach fortsetzt. Darüber hinaus leitet er die Big Band und das Bläserensemble der Musikschule, sowie das Bläserensemble der Stadtmusik welches jährlich an die 30-40 Mal in der Öffentlichkeit bei diversen musikalischen Umrahmungen zu hören ist.

Prof. Mag. Dr. Eugen Brixel (1939 - 2000) kam aus Mährisch-Schönberg nach Wien, wo er eine vielseitige musikalisch-praktische und wissenschaftliche Ausbildung erhielt. 1962  schloss er sein Studium an der Wiener Musikakademie mit dem Diplom im Fach Klarinette ab. 1967 promovierte Brixel an der Universität Wien zum Dr. Phil.. 1967-1969 war er Mitglied der Militärmusik Salzburg und der Gardemusik Wien. Im Jahre 1969 legte Brixel die Militärkapellmeisterprüfung ab. Noch im selben Jahr folgte er Lobovsky als Musikschuldirektor in Feldbach nach und übernahm 1974 die musikalische Leitung der Stadtmusik Feldbach. Seit 1972 war Dr. Brixel an der Hochschule (heute: Universität) für Musik und darstellende Kunst in Graz und am Johann-Josef-Fux-Konversatorium des Landes Steiermark in Graz tätig. Daneben bekleidete er mehrere Funktionen in verschiedenen  Musikorganisationen:
Bundeskapellmeister im Österreichischen Blasmusikverband, Vizepräsident der IGEB, Vorsitzender des Fachausschusses Blasmusik der CISM und Vizepräsident des Steirischen Tonkünstlerbundes. Trotz seiner vielseitigen Beschäftigungen ließ es sich Eugen Brixel nicht nehmen wöchentlich mit der Stadtmusik Feldbach zu proben. Viele seiner Kompositionen und Arrangements hat er gemeinsam mit der Stadtmusik uraufgeführt.

1928 bis 1974 war Prof. Robert Lobovsky (1904 - 1987) Stadtkapellmeister in Feldbach. Gleichzeitig hatte er die viele Jahre die musikalische Leitung des Gesangsvereines inne und leitete die Städtische Musikschule bis 1970. Durch ihn erfolgte eine fulminante Belebung des Feldbacher Kulturlebens, nicht nur in blasmusikalischer Hinsicht. Robert Lobovsky war maßgeblich am Aufbau des damaligen "Bund der Blasmusiken Steiermarks", der Vorgängerorganisation des Steirischen Blasmusikverbandes, beteiligt und leitete den von diesem abgehaltenen Kapellmeisterkurs. 1954 wurde er zum Landeskapellmeister bestellt. Eine Reihe von Kompositionen und Arrangements von Lobovsky wurde von verschiedenen österreichischen Musikverlegern editiert.

Ab 1893 bis 1928 leitete mit kurzen Unterbrechungen Anton Leyfert (1845 - 1932) die Stadtkapelle Feldbach. Vor dem Antritt seiner Stelle als Kapellmeister, Chormeister und Musiklehrer in Feldbach war er in seiner Militärdienstzeit als Kapellmeisterstellvertreter beim Husarenregiment Nr. 1 aktiv. 1872 zog er nach Agram/Zagreb und war Mitglied des örtlichen Theater- und Opernorchesters sowie Feuerwehr-Kapellmeister. In weiterer Folge war er Musiker im Orchester von Carl Michael Ziehrer sowie in Ungarn Orchesterdirektor an verschiedenen Theatern. Leyfert war auch Komponist, leider sind seine aus Chroniken und Veranstaltungsprogrammen überlieferten Werke verlorengegangen. Die einzige von Leyfert erhaltene Komposition, eine Polka francaise wurde von Eugen Brixel mit dem Titel "Steirerinnen" neu instrumentiert.